Rundreise Vietnam-Kambodscha

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Oktober 2012
 
Als ich vor Jahren einen Bericht über die Halongbucht sah, war mir klar, dass ich dort irgendwann einmal hin möchte. Im Oktober 2012 war es soweit. Eine 18- tägige organisierte Rundreise durch Vietnam-Kambodscha, gebucht über Tour-Vital/Tchibo.
Organisiert hat den Vorteil, dass man sich wirklich um fast nichts kümmern muss - außer ein paar Dollar wechseln(was aber auch vor Ort kein Problem ist)  und schauen, ob der Reisepass noch 6 Monate  gültig ist. Man kann  diese Länder auch problemlos alleine bereisen, je nachdem was man von einem Urlaub erwartet.
Urlaub von Anfang an: alle Unterlagen incl. Einladungsschreiben rechtzeitig da. Am Flughafen wird man vom Arzt, der die Tour begleitet, begrüßt. Der Flug mit Vietnam Airlines hat den Vorteil, dass man 30 kg in den Koffer packen kann : für Frauen unbezahlbar:-) - aber der Komfort lässt doch etwas zu wünschen übrig, es wird nicht erst nach  10-12 Stunden unbequem und eng. Auf dem Rückflug funktionierte der Fernseher nicht und scheinbar hatte die Crew geplant, dass wir die warmen Temperaturen in Erinnerung behalten sollen: es war unerträglich heiß im Flieger.
 
Das Auswärtige Amt empfiehlt einige Impfungen - Tetanus und Diphterie - bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen jedoch keine Impfvorschriften. Bei der Einreise  ist ein Reisepass erforderlich, die Gültigkeit des Einreisedokuments muss die Gültigkeit des Visums um einen Monat übersteigen. Das notwendige Einladungsschreiben hat der Reiseveranstalter beantragt, es entstehen Gebühren in Höhe von 12 €. Die Visumgebühren für Vietnam betragen US $ 25, für Kambodscha US $ 20. Die drei Passbilder nicht vergessen!
 
 
Reiseverlauf:
 
1. und 2. Tag: Anreise/Hanoi
Am frühen Nachmittag ging es in Frankfurt los. Der die Reise begleitende Arzt suchte seine Schäfchen am Flughafen zusammen  - die ursprüngliche Gruppenstärke reduzierte sich von 17 auf 15  - 2 Personen fehlten.
Nonstop ging es nun mit Vietnam Airlines von Frankfurt nach Hanoi. Nach ca. 9000 km bzw. 10 1/2 Flugstunden landeten wir dort um 05:30 Uhr Ortszeit - bei uns war es 23:30 Uhr.  Also eigentlich die Zeit, in der man langsam ins Bett gehen könnte. Statt dessen stiegen wir bei 25 Grad  aus dem Flieger, wurden vom deutschsprachigen Reiseleiter in Empfang genommen und fuhren zunächst ins Hotel - das Tam-Hotel - schön, komfortabel, aber etwas abseits des Geschehens, dafür inmitten alter Häuser und Garküchen. Für diejenigen, die nie in Asien waren, der erste Kulturschock. Warum sitzen die Leute um die Zeit auf der Straße und kochen Nudelsuppe? Warum laufen die Menschen im Schlafanzug auf der Straße herum?  Warum kann man in die Häuser schauen und sieht Betten mit Menschen darin und daneben steht der Roller? Warum werden die Suppenschüsseln in großen Schüsseln auf der Straße gespült?
Keine Zeit für Fragen. Koffer ins Zimmer und  kurze Zeit später bereits wieder Abfahrt. Eine Fahrrad-Rikscha-Tour durch die Altstadt steht auf dem Programm. Rollerfahrer, Lärm, Gerüche, die für unsere (Lang)-Nase, Phalang -  wie die Asiaten sagen - gewöhnungsbedürftig sind.
Der daoistische Ngoc Son Temple am  zentral gelegenen Hoan-Kiem-See, dem See des zurückgegebenen Schwertes,  das  Ho-Chi-Minh-Mausoleum (von außen, da es im September und Oktober wegen Renovierung geschlossen war), die Einsäulenpagode und das Ethnologische Museum. Dazwischen Mittagessen - 7-Gänge-Touristenmenue - und es regnete plötzlich. Im Oktober sind in Vietnam 20 Regentage möglich. Im Oktober 2012 eher nicht - es hat netterweise nur nachts geregnet - bzw. wenn wir im Bus saßen oder im Restaurant waren - aber auch das nur selten. Schirm und Regenjacke hätten zu Hause bleiben können.
Doch genug des Sightseeings am ersten Tag - zurück ins Hotel - duschen und warten aufs Abendessen. Noch etwas Zeit, auf die Straße zu gehen. Das Hotel lag nahe des  Sees Hó Trúc Bach - Cafés und ein beeindruckender "Markt"-----die Verkäuferinnen sitzen auf dem "Verkaufstresen" zwischen Fischen und toten Hühnern, die Kunden kommen mit dem Roller - der neue "Drive-In" ? Aufpassen wo man hin tritt, Nase zuhalten und schnell wieder raus. Dann lieber zum organisierten Essen ------ hm--------schon wieder ein 7-Gänge-Menue - ähnlich wie mittags. Nudelsuppe, Springrolls, zum Nachtisch Bananen.  Ganz kurz sieht man Bilder von Butterfahrten mit Stopp in Rüdesheim vor sich, aber freut sich über günstige Getränkepreise.
 
3. Tag: Hanoi - Halong-Bucht (ca. 180 km)
Es ist soweit. Nach dem Frühstück geht es um 8 Uhr los zur Halongbucht - 180 km- Es ist bedeckt, doch die Sonne wagt es ab und zu einen Blick durch die Wolken zu werfen. Wir genießen die vorbeiziehende Landschaft mit ihren ländlichen Dörfern und Reisfeldern, die 2mal, wenn es gut läuft auch 3mal im Jahr geerntet werden. Vietnam ist nach Thailand das zweitgrößte Reisexportland. 1986 gab es große Probleme im Land, der Reis reichte nicht für den Eigenbedarf. Nach Einführung der Möglichkeit der freien Marktwirtschaft, der Privatisierung, ging es dem Land wieder besser. Es ist herrlich grün überall, aber die Wohnbedingungen am Straßenrand lassen viele Fragezeichen auf den Gesichtern erscheinen.  Ein Stopp bei den Wasserhyazinthenfeldern - Frauen, die Blüten zur Deko und Blätter  für Salat oder als Schweinefutter ernten. Die ersten Fotos werden gemacht, es sieht idyllisch aus, Frauen mit Hut und Gummistiefeln zwischen den Pflanzen - aber die Betroffenen werden es nicht so idyllisch finden und ich frage mich, wie es wäre, wenn ständig  jemand an meine Bürotür vorbei ginge und Fotos machen würde - weil es so idyllisch ist an meinem Arbeitsplatz? Ca. 1 1/2 Stunden vor Ankunft in der Halongbucht beginnt die Gegend des Bergbaus. Wir fahren durch Maó Khe - der Stadt des Bergbaus Unter Tage - die Häuser sind grau, schwarz - von dem Kohlenstaub - es ist dreckig - und alles ohne Farbe. In der Ferne sieht man Bergketten - noch ca. 250 km bis zur Grenze Chinas.
Die nächste Rast - ein "Einkaufszentrum " - Seide, Lacke, Taschen -in jedem Reiseführer empfohlen- nervige Verkäufer, die einen keine Sekunde aus den Augen lassen, so dass man die Lust am Schauen verliert -überhöhte Preise - aber saubere Toiletten!
Endlich - die  Halong-Bucht ist in Sicht. 13 Uhr Ankunft und einschiffen auf einer landestypischen Dschunke, der Victory. Endlich wieder essen - das 8-Gänge-Touristenmenue - das aber lecker war, dafür waren die Getränke teurer. Die Kajüten überraschend gut - größer als die Innenkabinen der Costa-Flotte - mit richtigen Betten und einem Bad. Eine beeindruckende Bootsfahrt durch die bizarren Kalksteinfelsen der Halong-Bucht, ein Abstecher in die "Überraschungsgrotte", vor dem Abendessen schwimmen gehen in der Bucht. Vor dem Essen auf Deck Animationsprogramm: wir  machen unsere Springrolls selber -und sie waren wirklich lecker.
Ja, es war so traumhaft, wie ich es mir erhofft hatte.

4. Tag: Halong-Bucht - Hanoi (ca. 180 km)
Wecken um 6 Uhr, umsteigen auf ein anderes,  kleineres Boot, da die anderen Gäste an Bord 2 Tage gebucht hatten, spartanisches Frühstück und zurück an Land. Rückfahrt nach Hanoi.
Nachmittags Stadtrundfahrt durch Hanoi und Besichtigung vom Literaturtempel -Konfuzius lässt grüßen - und ein Abstecher in  die Quan Thom Pagode.
Abends ein Besuch im  Wasserpuppentheater , kurzweilig und wirklich süß gemacht. Liebevoll bemalte Puppen, die Geschichten aus dem vietnamesischen Leben erzählen. Eigentlich kostet fotografieren einen Dollar, aber wenn man die Kamera erst im Theater auspackt, fragt keiner danach. Das Theater ist mitten im Zentrum - ein Gewusel, unzählige Roller, in den Bars junge Vietnamesen, viele Touristen. Leider hatten wir keine Zeit, uns ins Getümmel zu  stürzen, entlang des Sees mit vielen tausend Lichtern:  das 7-Gänge-Touristen-Menue erwartete uns außerhalb. Die Armut verschwindet ein wenig hinter den vielen Lichtern.
Ein Absacker in der Hotelbar - der nächste Versuch eines Cocktails - Bier trinken ist einfacher, da muss man nur die Dose öffnen. Die Zutaten fehlen, keiner weiß, was wovon wo rein gehört - 3 Leute sind beschäftigt, mindestens 3 Telefonate - nach einer Stunde bekommt man einen Cocktail - was auch immer drin ist - selten das, was eigentlich rein gehört.
 

5. Tag: Hanoi - Hue
Die etwas  komfortableren Rundreisen haben den Vorteil, dass längere Strecken mit dem Flugzeug zurückgelegt werden.

Um 9:00 Uhr Abfahrt im Hotel zum Weiterflug nach  Hue, der alten Königsstadt am Parfümfluss.  Eine Stunde Flugzeit anstatt stundenlanger Busfahrt. Es regnet bei der Ankunft, aber nur solange bis wir das Restaurant, in dem wir unser 7-Gänge-Touristen-Menue mit Nudelsuppe, Springrolls und Bananen verspeisen, verlassen. Spontane Änderung des Programms, da für die Nacht heftige Regenfälle erwartet werden, die die geplante Parfumflussfahrt am nächsten Tag vielleicht unmöglich machen - aber es gab keine Regenfälle.

 
Zunächst Besichtigung der Thien Mu Pagode, in der heute noch Mönche leben und anschließend die Drachenbootfahrt auf dem Parfumfluss, die uns zurück in die Stadt geführt hat und bei der wir die Landschaft genießen konnte. Wieder kamen Erinnerungen an Butterfahrten hoch, auch wenn es keine Butter oder Schnaps sondern Kimonos und Pyjamas auf dem Boot zu kaufen gab. Anschließend ging es dann ins schöne Green Hotel --- aber nun regnet es richtig und bis zum Abendessen blieb man doch lieber im Hotel und hatte auch keine Lust auf Swimmingpool.
 

 
 
 
 
 
 
6. Tag: Hue - Danang - Hoi An (ca. 130 km)
Besichtigung der kaiserlichen Zitadelle, dem Kaiserpalast, einem UNESCO Weltkulturerbe und der verbotenen Stadt.
Viel wurde während des Vietnamkrieges zerstört, es fielen 6mal so viele Bomben wie im 2. Weltkrieg. Die Restaurierungsarbeiten scheiten häufig an fehlendem Fachpersonal. Wer möchte schon für 200 Dollar im Monat arbeiten.
Anschließend Besichtigung des Königsgrab Tu Duc's http://www.gcrep.org/projekt_tu_ducs.php. Auch hier sind viele Gebäude vom Zerfall bedroht. Das Wohnzimmer des Königs und das Theater wurden restauriert, ob es jemals alles fertig wird, ist ungewiss. Nach dem 7-Gänge-Touristen-Menue geht es weiter über Da Nang und den berühmten Wolkenpass nach  Hoi An. Eine wunderschöne Landschaft, die lange Fahrt ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es wird hügelig,  alles ist saftig-grün - auf dem Wolkenpass angekommen, fängt es nach kurzer Zeit leider an zu regnen, so dass die Superfotos mit dem tollen Ausblick nicht mehr so toll sind wie auf den Postkarten.  Bis Hoi An regnet es auch weiter.  Ankunft im wieder sehr schönen Hotel Hoi An, anstatt des Touristenmenues ein sehr  leckeres Essen in der Altstadt und im Hotel gibt es - zumindest an diesem Abend - einen ausgezeichneten Long Island Ice-Tea für 2 €. Die Bedienungen hatten viel Spaß dabei, mussten unzählige Gespräche führen - aber am Ende waren alle zufrieden.
 

7. Tag: Hoi An
Auf geht es zur Stadtbesichtigung durch die engen gewundenen Gassen der bedeutenden Hafenstadt Hoi An . Ein Besuch auf dem Markt - der einen eigentlich den Appetit auf Essen vergehen lässt. Die europäische Nase und unser Hygienebewusstsein verträgt sich nicht wirklich mit totem Fisch und Fleisch, das den ganzen Tag bei 30 Grad irgendwo rumliegt, umgeben von 1000 Fliegen und Verkäuferinnen, die auf dem Tresen zwischen dem Essen sitzen. Aber die Stadt ist wirklich schön. Alte Häuser,  Fotostopp auf der
Japanischen Brücke viele Geschäfte, Besichtigung der Seidenherstellung, dem Phung Hung Old House, dem Quang Dong Tempel. Auf dem Fluss unzählige Boote, die Fahrten anbieten, ein tolles Farbenspiel. Im Vergleich zu den größeren Städten mit den Rollern ist es ruhig, beschaulich.  Ein freier Nachmittag - endlich shoppen --- es lohnt sich, wenn man Mitbringsel wie Lackarbeiten (Vasen etc. ), Schals, T-Shirts kaufen möchte. Aber wenn einem etwas gefällt, dann sollte man es auch  kaufen - es kommt woanders meistens nicht wieder - und vermutlich schon gar nicht billiger.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8. Tag: Hoi An - Danang - Saigon - Cu Chi -Saigon

Frühes Aufstehen ist angesagt. Abfahrt 07:30 Uhr, Transfer nach Danang und Flug nach Saigon.
Von dort geht es weiter  zum mehrstöckigen Tunnelsystem aus Kriegszeiten in Cu Chi. So haben damals die Partisanen gelebt - beeindruckend - und als man selber mal 20 Meter durch einen Tunnel geklettert ist, hat man sich gefragt, wie man das über Jahre aushalten konnte.  Anschließend Rückfahrt nach Saigon. Besichtigung von Notre Dame, der Post. Es ist laut, es ist voll, man hat das Gefühl, erschlagen zu werden. Ein Brautpaar vor der Kirche, Tänzer auf der Straße, viele Touristen. Prächtige Boulevards - die Gegensätze werden deutlich.
Abendessen im Hotel - das 7-Gänge-Touristen-Menue in scheußlicher Atmosphäre. Noch ein Abstecher um die Häuser - ein Cocktail oder ein Bier - man hat das Gefühl auf der Straße zu sitzen - reden geht nicht - anschreien ist besser.
 
 
 
9. Tag: Saigon - Mytho - Saigon (ca. 150 km)

Ein weiteres High-Light : Fahrt in das Mekong-Delta und Bootsfahrt auf dem Mekong-Fluss durch die Reiskammer des Südens - 80 km von Saigon entfernt. Zunächst geht die Fahrt mit dem Boot zu einer Kokosnuss-Süßigkeitenfabrik und nach Thoison Island. Spaziergang über die Insel - um zu sehen, wie die Menschen dort leben. Es ist ruhig, es wirkt idyllisch -aber keiner von uns möchte so leben - ohne fließendes Wasser, Strom - braucht man Toiletten? Mit kleinen Ruderbooten werden wir zurück gerudert  - traumhafte Landschaft, eine Stille, wieder dieses Grün-  eine andere Welt.
 
 
 
Auf der Rückfahrt wieder mal ein Stopp in einer Touristenabfütterungsanstalt - aber wir haben begriffen, dass keine kulinarischen High-Lights bei dem gebuchten Essen zu erwarten sind. Man kann sich auch von Nudelsuppe, Springrolls und Bananen ernähren und wie heißt es  so schön: dem Essen  wird eindeutig zu viel Bedeutung beigemessen. Da sonst alles stimmt, drückt man eben einfach ein Auge zu  - es gibt auch in Deutschland gute vietnamesische Restaurants. Vom Mekongdelta in die Markthallen von Saigon - da kann man schnell die Lust verlieren, die Verkäufer sind aufdringlich - wer 20 Cent mehr zahlen möchte, geht in den Bereich der Fix-Preise - das spart Nerven. Abendessen  auf dem Fluss: Diner Cruises. Lecker, schön, mit Musik, klar, auch hier Touristenbelustigung, aber es war wirklich ein nettes Erlebnis.
 
10. - 13.Tag: Saigon - Phan Thiet (ca. 230 km)
Es geht  zum Entspannen und Baden nach Mui Né ins Pandanas Resort http://www.pandanusresort.com/ . Die Fahrt ist lang, anstrengend, die Landschaft nicht sooooo toll. Man fragt sich, ob man einen Badeurlaub in Vietnam machen würde, wenn man weiß, dass man ab Saigon (die Einheimischen sagen auch heute noch Saigon, auch ich tue mich mit dem Namen Ho-Chi-Mink-Stadt etwas schwer) noch 4-6 Stunden Transfer hat. Unterwegs Kautschukplantagen zur Gewinnung von Latex - ein guter Job mit gutem Verdienst für vietnamesische Verhältnisse. Das Pandaras Resort liegt am Strand von Mui Né - 2 km von der Stadt entfernt. Wunderschön - wirklich nichts zu meckern - insbesondere wenn man - warum auch immer - anstatt eines DZ eine Suite mit 2 Zimmern, 2 Bädern, riesigem Balkon und Meerblick bekommt. Da wir nur Ü/F hatten sind wir zum Essen ins gegenüberliegende Lokal gegangen - eine Fl. Wein für 3 €, eine reichhaltige Speisekarte mit allem, was man möchte. Ein herrlicher Strand, warmes Wasser. Genau das Richtige, um nach den doch recht anstrengenden Tagen etwas zu entspannen, abzuschalten und wieder aufnahmefähig für die nächsten Eindrücke in Kambodscha zu werden.
 
 
14. Tag: Phan Thiet - Saigon - Siem Reap http://de.wikipedia.org/wiki/Siem_Reap

Frühstück um 7 Uhr und es geht wieder zurück nach Saigon. Die Rückfahrt ist nicht kürzer und ---da wir schon wussten, dass nicht sooo schön, noch weniger spannend. Stopp in einer Lackfabrik mit total überzogenen Preisen und um 17 Uhr Weiterflug nach Siem Reap. Ein wunderschöner kleiner Flughafen, der mehr an ein Resort erinnert. Ein Top-Service mit dem Visum, wir mussten nicht warten, sondern bekamen die Pässe ins Hotel gebracht. Es war bereits dunkel und auf dem Weg ins Hotel, das mitten in der Stadt lag, sah alles anders aus als in Vietnam.
 
 
 
 
Viele große Hotels, alles hell erleuchtet, schöne Gebäude. Die Armut dieses Landes war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Für die nächsten drei Nächte  war das 4 Sterne Hotel Somadevi Angkor unser zuhause http://www.somadeviangkor.com/. Die Preise beim Abendessen waren deutlich höher als in Vietnam, für unsere Verhältnisse noch okay, aber die Getränkepreise vergleichbar mit unseren.

 
 
 
 

15. Tag: Der Tempeltag


Der Tempeltag: 32 Grad, 80% Luftfeuchtigkeit. Alle sind nach kurzer Zeit nass geschwitzt und auch ich spüre das erste Mal das gute asiatische Klima in der Regenzeit so richtig. Der neue - kambodschanische -Reiseleiter ist richtig gut, auch wenn man sich erst an die Aussprache gewöhnen muss.

Die Fahrt zu den Tempeln legen wir mit der Motorradritschka zurück - die frische Luft und der Fahrtwind sind sehr angenehm.

 

 

 

Anstrengend, viele alte Steine und viele kleine Kinder, die uns etwas verkaufen wollen. Es gibt keine Schulpflicht in Kambodscha, der Reiseleiter rät dringend davon ab, etwas zu kaufen : wenn die Kinder mehr verdienen als die Erwachsenen werden sie erst recht niemals zur Schule gehen. Aber es ist wirklich lästig.

Die Fahrt nach Bantey Srey, die wir mit dem Bus machen, führt durch eine wunderschöne Landschaft, es ist herrlich grün, aber die Armut wird hier immer deutlicher. Fließendes Wasser, Strom, Toiletten? Fehlanzeige.

 

16. Tag: Siem Reap - Tonle Sap See - Siem Reap

Wir haben die ursprüngliche Reiseplanung etwas geändert. Heute  ist Abfahrt zu dem Fischerdorf Chong Kneas http://www.hpgrumpe.de/kambodscha/kambodscha_40.htm und die  Bootsfahrt auf dem Tonle Sap See.

Ein wunderschöner Ausflug - für mich das Highlight in Kambodscha. Zunächst machen wir eine ca. 1 stündige Bootsfahrt auf dem See, eine tolle Atmosphäre - für Touristen - Fischerdörfer auf dem See, Häuser auf Stelzen - für uns 1000 Fotomotive - für die Kambodschaner ein Leben in Armut - ohne Strom und fließendes Wasser - morgens nicht wissen, was es abends zu essen gibt.

 

 

 

Was wäre KAM ohne die Tempelanlage Angkor Wat.http://www.angkorwat.de/ - die Anlage mit den größten Fortschritten bei der Restaurierung - unterstützt auch von Deutschland. Beeindruckend. Zum Glück sind wir nachmittags zur Besichtigung, da sind die Lichtverhältnisse viel schöner und überall spiegeln sich die

Gebäude im Wasser. Es ist heiß,

über 30 Grad - kein Tropfen Regen trotz Regenzeit.

 

Der Sonnengott meint es gut mit uns. Eigentlich wollten wir noch den Sonnenuntergang am Bakheng Hügel bewundern, aber nachdem der Reiseleiter uns erklärt hat, dass der Aufstieg sehr steil und nicht ungefährlich sei -  schmale Stufen ohne Geländer - haben wir verzichtet. Die Treppen bei den Tempelanlagen hatten uns schon einen Vorgeschmack gegeben.

 

17. Tag: Angkor Tom

Heute geht es zu der  weltberühmten alten Königshauptstadt Angkor Thom mit ihren berühmten Toren: http://de.wikipedia.org/wiki/Angkor_Thom. Der  königliche Tempel Phimeanakas, die Elefantenterrasse und die Terrasse des Königs der Aussätzigen. Im Gegensatz zu Angkor Wat ist es hier im Morgenlicht am Schönsten - und es ist noch nicht viel los morgens um 9 Uhr - außer vielen Japanern. Auch Angkor Tom ist eine sehr schöne Tempelanlage, aber mir reicht es jetzt  -ich

abe genug gesehen und bin froh, dass ich Laos nicht dazu gebucht habe. 18 Tage ist für mich ausreichend. Mittags geht es ins Hotel, die Hälfte der Gruppe reist weiter nach Laos, wir springen noch schnell in den Pool, packen den Rest  und um 16 Uhr geht es Richtung Flughafen. Unterwegs besichtigen wir das älteste Kloster in Siem Reap -es findet gerade eine Andacht zu Ehren des vor 4 Tagen verstorbenen Königs statt. Sehr schön, sehr farbenfroh. Anschließend haben wir eine Werkstatt besucht,  in der Frauen vom Land die Chance bekommen, zu arbeiten. Flechtarbeiten, Seifen, Gewürze werden hergestellt und verkauft  - eine kleine Möglichkeit, die Familie zu unterstützen. 

 

 

 

Um 19 Uhr Flug nach Saigon (Ho-Chi-Minh) und um 22 Uhr weiter Richtung Frankfurt. Es ist voll, es ist eng, wie sind müde und können  nicht schlafen,

Aber es war genial - wir haben es erlebt, gesehen, gerochen - ob man noch einmal hierher kommt???????? - Vermutlich nicht, denn es gibt noch so viel zu entdecken und ein Urlaubsziel für einen All incl. 5 Sterne Strandurlaub ist es  nicht, zumindest für mich nicht, da der Flug zu lang ist.

 

 

 

 

 

 

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